Das Sklavenschiff – Eine Menschheitsgeschichte (Buchvorstellung)

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Bereits 2007 veröffentlichte der us-amerikanische Historiker und Aktivist Marcus Rediker „The Slave Ship – A Human History„. Diese Forschung über die „Middle Passage“ im Sklavenhandel verstärkte anti-kolonialen Diskurse in den USA und wird oft als Referenzwerk zum transatlantischen Sklav*innenhandel der europäischen Kolonialmächte und den USA erwähnt. Der Verlag Assoziation A veröffentlichte im Herbst 2023 die dt. Übersetzung “ Das Sklavenschiff – Eine Menschheitsgeschichte„.

Anfang November 2023 konnten wir auf der Linken Literaturmesse in Nürnberg eine sehr gelungene Buchvorstellung inklusive Lesung vom Verlag aufnehmen und stellen sie euch heute vor. Hin und wieder schwankt der Ton ein wenig, aber das gibt sich innerhalb weniger Sekunden wieder.

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Radio Aktiv Berlin – jeden 1. und 3. Mittwoch im Freien Radio – Berlin-Brandenburg von 16 – 17 Uhr auf der 88,4 FM in Berlin und 90,7 FM in Potsdam Radio Aktiv Berlin – podcasts, Frequenzen und mehr

“100 Jahre Radio“ – auch aus dem Knast?

Sondersendung zum Wochenende „100 Jahre Anderes Radio“ vom 28./29. Oktober 2023 – Sendung hier nach hören

Radio wird an vielen Orten und zu verschiedensten Gelegenheiten gehört. Allerdings wird es an bedeutend weniger Orten produziert und gesendet. Wir haben Mumia Abu-Jamal, den ehemaligen Vorsitzendenn der afroamerikanischen Journalist*innenvereinigung aus Philadelphia befragt, warum er nach knapp 42 (!) Jahren Haft noch immer Radio macht. Mumias Radiogeschichte vor seiner Inhaftierung ist eng mit dem Aufkommen und der Behinderung Schwarzen Radios in den USA verwoben, wie uns der Autor und Historiker Todd Steven Burroughs in einem weiteren Beitrag erklärt. Ein Radiokollege Mumia Abu-Jamals, der Schwarze Journalist Linn Washington erinnert sich im Rückblick an die gemeinsame Zeit mit Mumia in verschiedenen Stationen Philadelphias und ihren Einsatz gegen die damals wie heute tödliche, rassistische Polizeigewalt. Ein Lektor eines Frankfurter Buchverlags erklärt, warum er 2023 ein Buch mit Radiokommentaren des gefangenen Journalisten Abu-Jamal heraus brachte und zum Abschluß gibt es ein „Kommunikatives Manifest“, welches sich anlehnend an Brechts Radiotheorie von 1923 mit der digitalen Kommunikation von 2023 beschäftigt.

Eine Sendung von Radio Aktiv Berlin – zum ersten Mal ausgestrahlt am Sonntag, 29. Oktober 2023 um 15:00 Uhr im Programm zu „100 Jahre Anderes Radio

Sondersendung: “100 Jahre Radio“ – auch aus dem Knast?

So. 29. Oktober 2023 – 15 – 16:00 Uhr auf vielen Freien Radios in der BRD

Radio wird an vielen Orten und zu verschiedensten Gelegenheiten gehört. Allerdings wird es an bedeutend weniger Orten produziert und gesendet. Wir haben Mumia Abu-Jamal, den ehemaligen Vorsitzendenn der afroamerikanischen Journalist*innenvereinigung aus Philadelphia befragt, warum er nach knapp 42 (!) Jahren Haft noch immer Radio macht. Mumias Radiogeschichte vor seiner Inhaftierung ist eng mit dem Aufkommen und der Behinderung Schwarzen Radios in den USA verwoben, wie uns der Autor und Historiker Todd Steven Burroughs in einem weiteren Beitrag erklärt. Ein Radiokollege Mumia Abu-Jamals, der Schwarze Journalist Linn Washington erinnert sich im Rückblick an die gemeinsame Zeit mit Mumia in verschiedenen Stationen Philadelphias und ihren Einsatz gegen die damals wie heute tödliche, rassistische Polizeigewalt. Ein Lektor eines Frankfurter Buchverlags erklärt, warum er 2023 ein Buch mit Radiokommentaren des gefangenen Journalisten Abu-Jamal heraus brachte und zum Abschluß gibt es ein „Kommunikatives Manifest“, welches sich anlehnend an Brechts Radiotheorie von 1923 mit der digitalen Kommunikation von 2023 beschäftigt.

Eine Sendung von Radio Aktiv Berlin


Sonntag, 29. Oktober 2023 um 15:00 Uhr bei Anderes Radio , einem gemeinsamen Sendetag vieler Freier Radios anläßlich des 100-jährigen Bestehens von Radio im dt-sprachigen Raum.

Leonard Peltier – Solidarität am 79. Geburtstag des indigenen politischen Gefangenen

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Seit 1976 hält die US Regierung den indigenen Aktivisten Leonard Peltier in Haft, obwohl bekannt ist, dass er die ihm vorgeworfene Erschiessung zweier FBI Beamten nicht begangen hat. Sogar der damals beteiligte Staatsanwalt und ein inzwischen verstorbener, ehemaliger US Justizminister haben in der Vergangenheit mehrfach die Aufhebung der Haft gegen Peltier gefordert. Peltiers Fall ist inzwischen zu einem weltweiten Symbol des mörderisch kolonialistischen Umgangs europäischer Auswanderer mit den Indigegen der Amerikas geworden. Ähnlich wie der Fall des afroamerikanischen Journalisten und politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal wird in den Bemühungen um die Freiheit von Leonard Peltier deutlich, dass die ökonomische und politisch/militärische Weltmachtstellung der USA aus Massenmord und Sklaverei entstanden ist. Die Freilassung der politischen Gefangenen kann nur ein erster Schritt sein, Jahrhunderte währendes, rassistisch geprägtes Unrecht zu revidieren. Aber es ist ein notwendiger Schritt, für den viele Menschen in den USA eintreten. Am 12. September 2023 fanden in zahlreichen Städten Proteste für die Freilassung Leonard Peltiers statt, so auch an der US Botschaft in Berlin. Wir waren mit dem Mikrofon dabei.

Weitere Informationen in dt. Sprache zur laufenden Kampagne für die Freiheit von Leonard Peltier finden sich auf der Webseite der Solidaritätsgruppe Rhein/Main: www.leonardpeltier.de

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“Free Mumia“ und was das mit uns zu tun hat

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Am 7. August 2023 fand im Berliner Kneipenkollektiv B-Lage eine Veranstaltung über den seit 1981 (!) inhaftierten Journalisten Mumia Abu-Jamal, die Masseninhaftierung und die Gefängnisindustrie der USA statt. Neben der Vorstellung von Mumia gab es einen Überblick über die Dimension der Masseninhaftierung, deren ökonomische und juristische Grundlagen sowie entsprechende Texte aus einem neu erschienenden Sammelband. Letzter erschien im März 2023 und fasst Texte und Radiobeiträge von Mumia Abu-Jamal aus über 40 jahren Haft zusammen.

Die anschliessende Publikumsdiskussion mit der Fragestellung, was das alles mit uns zu tun habe, haben wir wg. der ungestörten Gesprächsatmosphäre nicht aufgezeichnet, aber dafür die vorangegangenen kurzen Vorträge. Diese hört ihr heute.


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Radio Aktiv Berlin – Gedenkdemonstration an Ferhat Mayouf

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Am 23. Juli 2020 starb Ferhat Mayouf in Untersuchungshaft bei einem Zellenbrand in der JVA Moabit in Berlin. Mitgefangene gehen von unterlassener Hilfeleistung der Schließerinnen aus, Beobachterinnen sprechen von Mord. Die Berliner Justiz scheint nach gegenwärtigem Stand kein Interesse an einer Aufklärung zu haben.

Seit dem gewaltvollen Tod von Ferhat Mayouf findet an seinem Todestag regelmässig eine Demonstration in seinem Gedenken statt, auf der es auch um Gefangenenrechte und staatlichen Rassismus geht. Heute könnt ihr einen Bericht von dieser Demonstration hören, in dem zahlreiche Erfahrungen und Sichtweisen durch Betroffene von Polizeigewalt, Justiz und Knast zu hören sind.


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Radio Aktiv Berlin – Ökologische und soziale Frage zusammendenken! – Part 2

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+++ Heute hören wir den 2. Teil eines Veranstaltungsmitschnitts aus dem Berliner Mehringhof, wo sich im Mai 2023 auf Einladung des Teilhabe e.V.s verschiedene Aktivist*innen aus der Klimabewegung und sozialen Kämpfen zu gemeinsamen Kämpfen austauschten.

Der 1. Teil dieser Veranstaltung ist online noch immer hörbar.

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Berlin: Demobricht vom Gedenken an Ferhat Mayouf

Radiobeitrag auf Freie Radios, 24. Juli 2023

„Ferhat Mayouf – das war Mord“ – so schallte es am Sonntag, den 23. Juli 2023 durch die Straßen des Berliner Stadtteils Moabit. Am 3. Todestag des Gefangenen Ferhat Mayouf erinnerten über 100 Demonstrantinnen daran, wie er 2020 sein Leben in der JVA Moabit verlor und an das Versagen der Berliner Justiz, die nicht einmal Anklage gegen die vier involvierten Schließerinnen erhob.

Ferhat Mayouf erstickte am Rauch eines Schwelbrandes in seiner Zelle. Mitgefangene hörten ihn mehrere Minuten vergeblich um Hilfe rufen, während vier indentifizierte Schließer*innen untätig vor seiner Zellentür ausharrten und nichts unternahmen, bis die Rufe verstummten. Die 27 Minuten später eintreffende Feuerwehr konnte nur noch den Tod des Gefangenen feststellen. Kay, einer der Mitgefangenen schaffte es in den Folgetagen überhaupt erst, durch verschiedene Veröffentlichungen Ferhat Mayoufs Tod öffentlich zu machen. Dafür erfuhr er später schwere Repression im Strafvollzug, wie er in diesem Radiobeitrag erzählt. Auch Ferhat Mayoufs Rechtsanwalt berichet im Beitrag aus jenen Tagen und beleuchtet die aktuelle Weigerung der Justiz, überhaupt etwas zur der Aufarbeitung beizutragen.

Zahlreiche antirassistische Initiativen hatten für den 3. Todestag von Ferhat Mayouf zu einer Demonstration unter dem Motto „Kein Vergessen – Kein Vergeben“ rund um das Gefängnis in Moabit aufgerufen. Im folgenden Beitrag gibt es verschiedene der dort gehaltenen Reden sowie akustische Eindrücke von der Demonstration.

Radiobericht hier hören


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Stop Killing Refugees! & Ökologische und soziale Frage zusammendenken! (Pt 1)

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+++ „Stop Killing Refugees“ bereits im Juni demonstrierten ca. 300 Berliner*innen vom Neuköllner Herfurtplatz zum Görlitzer Park in Kreuzberg, um gegen die staatlichen fahrlässigen Morde an Geflüchteten im Mittelmeer zu protestieren, die an der EU Außengrenze beinahe täglich geschehen. Entgegen den aktuellen AfD Umfragewerten und hohen Temperaturen gibt es in Berlin Menschen, die ihre Empathie noch nicht abgelegt haben.

+++ „Ökologische und soziale Frage zusammendenken!“: unter diesem Motto fand im Mai 2023 eine gut besuchte Podiumsdiskussion vom Teilhabe e.V. im Berliner Mehringhof statt. Verschiedene Aktivist*innen aus sozialen Kämpfen und der Klimagerechtigkeit diskutierten, wie die Kämpfe zur Rettung des Planeten und der befreiten Gesellschaft zusammen gebracht werden können. Es gelang den Beteiligten, interessante Blickwinkel aus unterschiedlichen Ansätzen nebeneinander vorzustellen. Ihr könnt heute den 1. Teil des Veranstaltungsmitschnitts hören. Den 2. Teil haben wir dann am 2. August 2023 gesendet: Ökologische und soziale Frage zusammendenken! (Pt 2)


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Eindrücke von antifaschistischer Wanderung in Wildau

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Im Brandenburgischen Wildau gab es während der Nazidiktatur ein großes Motorenwerk mit Relevanz für die Kriegsindustrie. Neben zahlreichen Zeugnissen von Folter und Zwangsarbeit bietet die lokale Geschichte auch zahlreiche Überlieferungen von Widerstand und Solidarität, sowohl im Motorenwerk als auch bei einem weiteren der AEG.

Am 15. April 2023 versammelten sich über 30 Interessierte zu einer antifaschistischen Wanderung an die Orte der Geschichte, hörten dort jeweils kurze Vorträge von der lokalen Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen (VVN/BdA) sowie der Roten Hilfe. Die Teilnehmenden schauten sich auch Gedenksteine an, die an die z.T. von den Nazischergen ermordeten Akteuerinnen erinnern.

Begleitet wurde diese Wanderung nicht nur von der örtlichen Polizei, sondern auch von ca. einem Dutzend junger Neo-Nazis aus Königs-Wusterhausen und Umgebung, die aus der Ferne fotografierten und erfolglos versuchten, eine Drohkulisse aufzubauen.

Wir begleiteten die Wanderung mit dem Mikrofon und in der heutigen Sendung könnt ihr Eindrücke davon hören.

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